Lachtraining trifft Positive Psychologie – und beide meinen es ernst
Cornelia Leisch
Anfang Mai habe ich die Fortbildung zur Positive Psychology Facilitator abgeschlossen. Während der Ausbildung habe ich immer mehr das Gefühl bekommen, dass mein Lachtraining schon zu großen Teilen die direkte praktische Umsetzung von Positiver Psychologie ist.
Bei der PP geht es viel darum, positive Emotionen zu erleben. Gute Beziehungen und echte Verbindungen zu anderen Menschen herzustellen gehört auch zu den Zielen – und ist, wie wir wissen, gar nicht so einfach. Und das Fördern der Selbstwirksamkeit ist ein weiterer Baustein der Positiven Psychologie.
Und genau das passiert, wenn du das Lachtraining anwendest – nicht nur als schnellen Stimmungsaufheller, sondern als echtes Training über einen längeren Zeitraum.
Ob das für dich passt? Lies weiter.
Lachen, das von innen kommt
Du kennst dieses Gefühl: Du bist müde, aber kannst nicht abschalten. Der Kopf dreht Runden. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Du weißt gar nicht mehr, wann du zuletzt wirklich entspannt warst – nicht nur müde und erschöpft, sondern wirklich innerlich ruhig.
In diese Ruhe kann dich mein Training hinführen.
Das leise Abrutschen
Eine Abwärtsspirale kündigt sich selten an. Sie kommt Schritt für Schritt: ein bisschen weniger Energie, ein bisschen mehr Schwere, ein bisschen weniger Freude. Und weil es so langsam geht, gewöhnt man sich daran – bis es sich normal anfühlt, obwohl es das nicht ist.
Was in deinem Körper passiert, ist keine Schwäche. Es ist Biologie. Dauerstress bedeutet: Dein Körper schüttet Cortisol aus – das Stresshormon, das dich kurzfristig leistungsfähig hält, dich aber langfristig auslaugt. Die Muskeln spannen sich an, die Atmung wird flacher, im Kopf drehen die Gedanken sich im Kreis.
Stress kommt übrigens nicht nur durch zu viel Arbeit und Zeitdruck, sondern auch durch Sorgen und Ängste. Kein Wunder, in diesen Zeiten. Auch Einsamkeit belastet den Körper und das Gemüt wie Dauerstress – und macht krank. Anspannung erzeugt mehr Anspannung. Ein Teufelskreis.
Aus diesem Kreis kommst du nicht raus, indem du einfach „positiver denkst". Du kommst raus, indem du deinen Körper und deine Gefühle in Bewegung bringst.
Warum es bei meinem Lachtraining nicht ums Lachen geht, sondern ums Wohlfühlen
Mein Training arbeitet mit einem einfachen Prinzip: geführter Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Koordinationsübungen fordern dein Gehirn – kurz, konzentriert, gezielt. Danach kommen Atemübungen, die dein Nervensystem auf Erholung schalten. Als nächstes ein positiver Verstärker, der dir Energie gibt. Und dann die Einladung zum Lachen. Kein Kommando, keine Aufforderung, kein Zwang. Nur ein sicherer Raum für neue Erfahrungen.
Meine Haltung dabei ist: „Unser Lachen wartet nur darauf, dass es endlich wieder raus darf."
Der Kopf wird frei – und du kommst wieder bei dir an
Das ist die Wirkung, die die meisten überrascht.
Nicht das Lachen selbst – obwohl das schön ist. Sondern was danach da ist. Die Gedankenschleifen hören auf. Nicht weil du sie verdrängt hast, sondern weil deine Aufmerksamkeit woanders war – im Körper, in der Übung, im Moment. Und dann, wenn die Entspannung kommt, bist du plötzlich nicht mehr im Kopf. Du bist wieder bei dir.
Das klingt einfach. Und es ist einfach – aber viele haben vergessen, wie sich das anfühlt.
Du spürst wieder, was dir gut tut. Du kommst in Kontakt mit deinen Gefühlen, auch mit den lange schon verdrängten. Und du kommst in Kontakt mit dir selbst – und mit den Menschen um dich herum. In einer Gruppe entsteht dabei etwas, das sich nicht erzwingen lässt: echte Verbindung. Das Lachen ist ansteckend, die Leichtigkeit auch. Die Herzlichkeit traut sich aus ihrem Versteck.
Am Ende einer Session ist da oft etwas, das viele lange nicht mehr kannten: tiefe, echte Entspannung und ein umfassendes Wohlgefühl.
Was die Positive Psychologie dazu beiträgt
Lachtraining öffnet den Körper und die Tür zu den Gefühlen. Positive Psychologie gibt deinen Erfahrungen eine Richtung.
Die PP fragt nicht „Was fehlt dir?" – sondern „Was trägt dich?" Was sind deine Stärken? Was gibt dir Energie? Was macht dein Leben bedeutsam – auch dann, wenn es gerade nicht leicht ist?
In meinen Sessions entsteht beides zusammen: Das Training bringt dich in einen Zustand, in dem du wieder empfangsbereit bist. Die Impulse aus der Positiven Psychologie helfen dir, das Erlebte in deinen Alltag zu übersetzen. Du gehst nicht nur entspannt nach Hause – du gehst mit Hoffnung und Zuversicht, dass es besser werden kann.
Aus dem Teufelskreis wird ein Engelskreis: Lachen schafft Verbindung, Verbindung schafft Vertrauen, Vertrauen schafft Offenheit – und Offenheit bringt die Lebendigkeit zurück.
Was du davon hast – ganz konkret
Du gehst nicht nach Hause mit einem Kopf voller Vorsätze, was du nun alles ändern musst. Auch nicht mit dem Gefühl, du musst jetzt noch richtig an dir arbeiten. Du gehst mit einem anderen Körpergefühl. Du hast erlebt, dass es leicht war. Und du hast das sichere Gefühl: Ich kann das.
Viele Teilnehmerinnen berichten, dass sie nach dem ersten Wochenendkurs besser schlafen. Dass sie in stressigen Situationen schneller wieder zur Ruhe kommen. Dass sie wieder öfter lachen – im Alltag, mit der Familie, mit sich selbst.
Das sind keine leeren Versprechen. Das sind Rückmeldungen aus meinen Seminaren.
Für Coaches, Therapeutinnen und Sozialpädagogen bietet die Kombination außerdem handfeste Werkzeuge: Selbstwirksamkeit, die nicht erklärt sondern erlebt wird. Resilienz, die im Körper verankert ist. Und ein Zugang zu Menschen, die mit reinen Gesprächsformaten schwer erreichbar sind – weil Lachen Türen öffnet, die Sprache allein manchmal nicht aufbekommt.
Wenn du spürst, dass dein Leben zu ernst, zu schwer, zu anstrengend geworden ist – dann ist das hier ein Anfang. Vielleicht kein Wundermittel. Aber ein echter Schritt. Mit Leichtigkeit.
Wenn du es erleben möchtest: Eintauchen in Lach-Wellness
Ein Wochenende zum Auftanken und Wohlfühlen